16.10.2016 | Schon wieder

Wölfe auf Kühe spezialisiert?

Wieder hat ein Rudel eine Kuhherde im Landkreis Cuxhaven attackiert. Ein Rind wurde geötetet, viele weitere verletzt. Der Landwirt hatte den Verursacher noch gesehen.

Das ungeborene Kalb haben die Rissverursacher mitgenommen.
'So kann es nicht weitergehen', war die einhellige Meinung der vielen Zeugen, die an der etwa 4-jährigen, hochtragenden Kuh standen, die von Wölfen in einen zirka drei Meter tiefen Drainagegraben getrieben worden ist und danach getötet wurde. Insgesamt grasten auf einer zwölf Hektar großen Wiese 29 hochtragende Kühe. Als der Neffe der Landwirtschaftsfamilie Bernd Claussen aus Meckelstedt am vergangenen Mittwoch (12. Oktober) nach den Kühen sah, fehlte eine. Er ahnte nichts Gutes, da alle anderen Tiere eng zusammengedrängt an einem Wirtschaftsweg standen. Er fuhr mit dem Traktor auf die angrenzende Wiese. Dort beobachtete er, wie ein Wolf aus dem tiefen Graben heraus sprang und in Richtung Naturschutzgebiet Langes Moor floh. Zur Freude des Besitzers machte der Neffe vom Wolf mit seinem Handy ein Foto. Umgehend wurde der Wolfsbeauftrage Hermann Kück benachrichtigt, ebenso die Nordsee-Zeitung. Kück zog Proben zur DNA-Untersuchung. Die aufgeregten anderen Tiere wurden auf eine nahe Hofweide getrieben und von einem Tierarzt untersucht. Das Ergebnis: Zehn Kühe haben Biss- und Risswunden an Keulen, Flanken sowie im Nasenbereich davon getragen hatten.
Die Wiese, auf der der Riss stattfand, liegt nur 200 Meter hinter dem Hof des Landwirtes. Die Familie Claussen ist besorgt, zumal auch auf dem Hof schon Wölfe gesehen wurden und die drei kleinen Töchter beim Inlinerlaufen nach einer Begegnung mit einem Wolf rasch über eine stark befahrene Landstraße nach Hause liefen.
Es ist nach dem 5. September der zweite Riss eines Großtieres im Landkreis Cuxhaven - angrenzend an das 910 Hektar große Naturschutzgebiet Langes Moor, auch Königsmoor genannt. Die jetzt gerissene Kuh ist am folgenden Tag von einer Tierkörperbeseitigungsfirma nach Oldenburg zur Obduktion gebracht worden.
Fabian Stemmermann
 




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