02.08.2010

Wildunfall: Klage gegen Revierpächter abgewiesen

Am Ende dieser Rechtskurve sprang während einer Flugwildjagd hochgemachtes Rehwild auf die Straße. Foto: JMB
Wie wichtig es für Jagdleiter sein kann, bei Gesellschaftsjagden in der Nähe von Straßen die korrektem Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen, zeigt ein Fall aus Bayern. Anfang November 2009 hatte Revierpächter Dr. Josef Einhellig im Revier Schwarzach (Kreis Deggendorf) eine Suchjagd auf Enten und Fasane entlang eines Donaualtwassers angesetzt. Als Jagdleiter hatte er zuvor an dem vom Bayerischen Jagdverband durchgeführten Seminar zur Verkehrssicherungspflicht teilgenommen, womit er die Befähigung zum Aufstellen der erforderlichen Verkehrszeichen erhielt.

Korrekt gehandelt und trotzdem schuldig?

Verkehrssicherungskurs der Deggendorfer Jäger im Jahre 2008. Teilnehmer und zufällig mit im Bild: Dr. Josef Einhellig (rechts, stehend). Foto: JMB
Dr. Einhellig hatte das vom Landratsamt angeordnete Gefahrenzeichen Nr. 101 der StVO vorschriftsmäßig am Straßenrand aufgestellt. Die verkehrsrechtliche Anordnung war vom Landratsamt Deggendorf erteilt worden. Während der Jagd wurde Rehwild hochgemacht, welches in Richtung der gesicherten Straße flüchtete. Eines der Rehe kollidierte mit einem Auto. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von rund 2000 Euro. Die Fahrzeughalterin war der Auffassung, dass der Revierinhaber den Schaden zu ersetzen habe, weil das Reh durch einen bis zur Straße reichenden Schilfgürtel auf diese gelaufen und damit vom Fahrer des Pkw nicht zu sehen gewesen sei.

Alles unternommen, um einen Wildunfall zu verhindern

Blick über die Straße auf die damals bejagte Fläche. Hinter dem Maisfeld liegt vor den Bäumen der schmale Schilfstreifen. Foto: JMB
Hingegen gab der Revierpächter an, dass ein mit Schilf bewachsener Acker nicht vorhanden gewesen wäre und das Reh, bevor es auf die Straße lief, zuvor etwa 60 Meter über ein deutlich einsehbares Feld durch die dort zusätzlich aufgestellte Postenkette von Jägern gelaufen sei. Ferner sei die Treibjagd von der Straße weggeführt worden und man habe ausschließlich auf Fasane und Wildenten gejagt.
Das Amtsgericht Deggendorf wies nach einer Verhandlung im März 2010 die Klage ab. Die Fahrzeughalterin als Klägerin musste die Kosten des Rechtsstreits tragen.

Wichtig: Nur genehmigte Schilder verwenden

Der in Bayern alleinig genehmigte Schildersatz, mit dem gefährdete Streckenabschnitte abzusichern sind. Foto: JMB
Durch Zeugenaussagen wurde bestätigt, dass der Revierinhaber durch eine Postenkette entlang der Straße versuchte, Wild - auch nicht Bejagtes - davon abzuhalten, in Richtung Straße zu flüchten. Dies schien dem Gericht nachvollziehbar und glaubwürdig.
Zudem habe der Revierpächter auf die Durchführung seiner Treibjagd durch das amtliche Verkehrsschild hingewiesen und dieses vorschriftsmäßig aufgestellt. Der Fahrer des Unfallfahrzeuges bestätigte zudem, das vom Jagdpächter aufgestellte Schild wahrgenommen und infolge dessen auch seine Geschwindigkeit reduziert zu haben.
Nach § 20 Bundesjagdgesetz ist es verboten, an Orten zu jagen, an denen die Jagd nach den Umständen des einzelnen Falles die öffentliche Ruhe, Ordnung oder Sicherheit stören und das Leben von Menschen gefährden könnte. Nach Überzeugung des Gerichts war kein Verstoß gegen § 20 BJagdG in Verbindung mit § 823 BGB (Schadensersatzpflicht) gegeben. Hubert Kerzel
  • Video: Jagdpächter Dr. Josef Einhellig im Interview



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Impressionen vom 17. 'uJ-Schießen' 2012

Bei der Mauser-Disziplin galt es, auf 200 Meter die Gams zu treffen. Sowohl die gestellten Mauser-M03-Extreme, als auch die RWS-Munition lieen bezglich der Przision keine Wnsche offen. Foto: MC Vorbildlich: Mauser-Chef Thorsten Mann war den ganzen Tag an der 200-Meter-Bahn und fungierte als Ansprechpartner und Helfer. Foto: MC Sitzend aufgelegt: Przision und ruhiges Abziehen waren gefordert. Wer das zusammenbrachte traf auch auf 200 Meter in die Zehn. Foto: MC Angestrichen, galt es die uJ-Bockscheibe auf 100 Meter zu perforieren. Foto: MC Mit Schablone wurden die Treffer bei der uJ-Bockscheibe aufgenommen. Foto: MC Stets aufmerksam und hilfsbereit waren die Aufsichten. Insgesamt waren ber 20 Helfer im Einsatz - vielen Dank! Foto: MC Laufender Keiler - Klassiker beim uJ-Schieen. Foto: MC Die Anzeige beim laufenden Keiler verriet ganz genau, wer noch mehr ben sollte. Foto: MC Die Mndung schlgt hoch, die Hlse fliegt. Bei der 50-Meter-Disziplin mit Flintenlaufgeschoss (FLG) kamen auch erfahrene Jger an ihre Grenzen. Foto: MC Auch mit guten Willen lagen bei der FLG-Disziplin manche Treffer einfach nicht in den Punkten. Foto: MC Ruhe: Dieser Hepp und schon startet die Taube. Foto: MC Rauchend verlassen die Zinkschrote den Lauf und jagen der Tontaube hinterher. Foto: MC So soll es sein: Splitterregen am Himmel oder auch Treffer versenkt.  Foto: MC Gut gelaunt spaziert diese Rotte zur nchsten Disziplin. Foto: MC Die Hlse fliegt, der Keiler kommt, schnelles Repetieren: Drei Schuss mussten dem annehmenden Keiler angetragen werden. Foto: MC Beim annehmenden Keiler trafen viele Schtzen ins Leben. Foto: MC Stumme Gste: Diese beiden Wachtel blieben ruhig, trotz der vielen lockenden Schussgerusche. Foto: MC Am Stand von Mauser lie es sich prima fachsimpeln, und jeder konnte sich ber die neuesten Produkte informieren. Foto: MC Das Schieen aus der Bewegung bei der Flinten-Disziplin Durchgehschtze verlangte den Teilnehmern alles ab. Im Bild Hans-Jrg Faden, der alle zehn Tauben abrumte. Foto: MC Gut gelaunt schauten diese Teilnehmer den Mitstreitern zu. Foto: MC Jagderleben-TV filmte den ganzen Tag beim 17. unsere Jagd-Schieen. Foto: MC Fleiige Biene: Susanne Hammer kontrollierte alle Laufzettel. Foto: MC Konzentriert: Renate Effenberger hatte die Auswertung im Griff. Dafr ein herzliches Dankeschn. Foto: MC Neugier: Sobald die vielen Preise ausgelegt waren, inspizierten die Teilnehmer die Tische. Foto: MC Beste Schtzin: Nadine Weers (Mitte) aus Schleswig-Holstein war beste Schtzinn und gewann ein Jagdwochende im Landesforst Brandenburg. Es gratulierten Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann (l.) und Michael Cosack. Foto: Georg Baumann Siegerlcheln: Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann, Cord Beckmann (2. Platz), Markus Tger (1. Platz), Fabio Knust (3. Platz) und Chefredakteur Michael Cosack (v. l.). Beckmann whlte als Preis die Gamsjagd (Adler Tours), Sieger Tger einen Damwildabschuss (Landesforsbetrieb Brandenburg) und Knust das Minox-Zielfernrohr. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und wnscht Weidmannsheil! Foto: Georg Baumann Beste Mannschaft: Diese drei Nordlichter gewannen die Mannschaftswertung. Hans-Jrg Faden, Hans-Heinrich Mordhorst und Andreas Jordt (v.l.) freuten sich ber ihre bungsmunition von Lapua. Da hatten auch Michael Cosack und Hans-Jrgen Beckmann (r.) gut lachen. Foto: MC Bjrn Behrends war der beste Schtze auf der 200-Meter-Bahn (Gamsscheibe). Er erhielt als Sonderpreis von Thorsten Mann (l.) ein Mauser-Messer . Da hatte auch Michael Cosack (r.) seinen Spa dran. Foto: Georg Baumann Hauptpreis: Henning Thiele (Mitte) aus Helmstedt gewann die Mauser M03 mit Zeiss Duralyt Zielfernrohr im Wert von 3695 Euro. Es freuten sich mit ihm: Thorsten Mann Geschftsfhrer Mauser (l.) und Michael Cosack (Chefredakteur unsere Jagd). Foto: Georg Baumann

Mauser und mehr

98er: Vom Mauser-Norris bis zum Gewehr 98. Foto: SYS Oberndorfer Steinschloss-Jagdwaffen. Foto: SYS Am Ende des I. Weltkriegs produzierte Mauser 13-mm-Anti-Tank-Bchsen. Foto: SYS Oberndorfer Oberndorf/N.: Klosterkirche - 1938 bis 1945 Mauser-Museum. Foto: SYS Augustinerkloster Oberndorf/N.: Ab 1811 Kniglich Wrttembergische Waffenfabrik. Foto: SYS Gewehr M71/84 als Pirschbchse. Foto: SYS Drei Jagdrepetierer, 1912 bis 1914: Mauser-Modell B. Foto: SYS Mauser-Taschenpistole 1914. Foto: SYS Mauser-Modellvielfalt schon damals: Fr Jger und Sportschtzen. Foto: SYS Mauser: Militrische Exportmodelle vor 1945. Foto: SYS Klosterkirche (skularisiert): Infotafeln erinnern ans Mauser-Museum. Foto: SYS Gemlde (oben) Gewehrfabrik im Kloster und Steinschlossgewehre aus Oberndorf. Foto: SYS Ehrenamtlicher Museumsfhrer: Bchsenmachermeister i.R. Georg Egeler. Foto: SYS Schautafel: Mauser-Entwicklungsschritte.  Foto: SYS Zum Dr. Ing. ernannt: Paul Mauser. Foto: SYS Grnder ihres Waffenimperiums: Wilhelm Mauser und Paul v. Mauser. Foto: SYS

Weltmeisterschaft der Präparatoren

Afrika pur: Alter Kaffernbffel mit Madenhacker. Foto: Bettina Diercks 
Heimisch: Neben zahlreichen Exoten wurden auch Rehbcke und Schwarzwild ausgestellt. Foto: Bettina Diercks Diebischer Rotrock: Reineke hat sich einen Fasanenhenne gegriffen. Foto: Bettina Diercks Jury im Einsatz: Beim Bewerten wurde ganz genau hingesehen und jeder noch so kleine Fehler notiert. Foto: Bettina Diercks Besser gehts nicht: Robert Stein aus Berlin wurde mit seinem Kea nicht nur Weltmeister, sondern erhielt auch die Auszeichnung Best of Show. Foto: Bettina Diercks Dynamisch: Fr den Rehbock gibt es kein Entkommen. Foto: Bettina Diercks Klein und zerbrechlich: Mit diesem Nasenbr gewann Jan Panninger den Weltmeistertitel in der Kategorie Kleine Sugetiere. Foto: Bettina Diercks Steppenpavian: Mit ihm gewann der Ungar Laszlo Bago den Weltmeistertitel (Kleine-mittlere Kopfschultermontagen). Foto: Bettina Diercks Echter Hingucker: Schleiereule auf dem Dachboden einer Scheune. Foto: Bettina Diercks Weltmeisterlich: Die Spitzmauskarawane von Christian Blumenstein. Foto: Bettina Diercks Blick in die Salzburgarena: Hier trafen sich Spitzmaus, Falke und Gorilla. Foto: Bettina Diercks Auge in Auge: kritisch beugen Fruchttaube und Haselhahn die Bewertungsbgen. Foto: Bettina Diercks Gut getroffen: Isegrim greift einen Moschusochsen an. Foto: Bettina Diercks