13.04.2011 | Bayern
Rotwild im Dreiländereck
Um die Zusammenarbeit auf dem Weg zu einem international akzeptierten Umgang mit dem Rotwild im Dreiländereck Österreich - Tschechien - Deutschland zu fördern, brachte die Regierung Niederbayerns Waldbauern, Jäger, Naturschützer und Verwaltungsvertreter bei einer internationalen Rotwildtagung in Zwiesel erstmals an einen Tisch.
Alle Beteiligten sind sich grundsätzlich einig, dass das Rotwild im Bayerischen Wald und Böhmerwald eine wichtige Rolle spielt und erhalten werden soll. In der Bevölkerung akzeptiert werde es aber nur, wenn es in den Wirtschaftswäldern keine dauerhaften Schäden verursache.
'Wir werden heute sicher keine endgültige Lösung finden', sagte Regierungspräsident Heinz Grunwald bei der Eröffnung der Tagung. 'Aber wir müssen eine gute Basis für die dringend nötige Zusammenarbeit legen.'
Die Referenten der Tagung (v.l.n.r.): Vladimír Hanzal, Albert Schweiger, Rudolf Traunmüller, Adam Jirsa, Günther Baumer, Christoph Graf, Richard Hoffmann, Jaroslav Březina, Erhard Petz, Monika Weinl, Michael Held, Hans Döringer, Klaus Thiele.
Es besteht ein breiter Konsens, an der jetzigen Situation nicht zu rütteln: Das Rotwild soll auf bayerischer Seite in den dafür festgesetzten Rotwildgebieten bleiben und die Wintergatter sollen bestehen bleiben. Durch die Tagung wurde durch die niederbayerische Regierung der Anstoß dazu gegeben, ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, das sowohl in Niederbayern, als auch von den tschechischen und österreichischen Partnern akzeptiert wird. Eine intensivere Zusammenarbeit ist von Nöten, weil sich das Rotwild in allen drei Ländern stark vermehrt. Darum soll zunächst eine realistische Bestandserhebung gemacht werden. Daneben sollen die grenzüberschreitenden Wanderungen der Tiere genauer untersucht werden und der regelmäßige Infrmationsaustausch zwischen den Tagungsteilnehmern ausgebaut werden. PM
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