03.01.2011
Österreich: Abgebrühter Wilddieb fliegt auf
'Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein', mag sich ein ein 44-jähriger Fleischhauer eines Supermarkts in Bad Ischl (Oberösterreich) gedacht haben. Jetzt wurde er auf frischer Tat erwischt, als er eine gewilderte Gams im Kofferraum nach Hause transportieren wollte. Wohl aufgrund eines vorangegangenen Hinweises an die Polizei war der
Mann am 11. Dezember 2010 um 20.20 Uhr auf der B 145 von Beamten
angehalten und zu einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle aufgefordert
worden.
Dabei wurde im Kofferraum des PKW der frisch erlegte vier Jahre
alte Gamsbock vorgefunden. Auch eine illegale Waffe samt Schalldämpfer
fanden die Polizeibeamten, als sie das Auto überprüften.
Der Wert der Beute betrug etwa 3800 Euro. Anfänglich leugnete der Mann, gab aber dann zu, dass er den Gamsbock bei St. Gilgen in Unterburgau im Bundesland Salzburg gewildert hatte. Das Pikante an der Geschichte: Der Fleischer ist selbst Jäger, was die weiteren Ermittlungen erschwert.
Im Zuge einer freiwilligen Nachschau in seinem Haus im Bezirk Gmunden
wurde nämlich eine Vielzahl von Rot-, Reh-, Gams- und Muffelwildtrophäen
vorgefunden und bis zur endgültigen Abklärung des Sachverhaltes
sichergestellt. Jetzt gilt es zu ermitteln, ob diese alle - oder zumindest teilweise - gewildert wurden. Offiziell angezeigt wird der 44-jährige daher erst nach Abschluss der weiterer Erhebungen durch die Staatsanwaltschaft Salzburg. Ersten Vermutungen zufolge soll der Fleischermeister sogar Gastwirte mit frischem Wildbret versorgt haben. BHA/RJE
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