09.03.2010 | Erste Bilanz:

Orkan "Xynthia" nicht so schlimm wie befürchtet

Diese Kanzel fiel dem Orkan Kyrill zum Opfer, der 2007 Deutschland heimgesucht hatte.
Foto: Wolfram Martin
Der Orkan Xynthia, der zum Monatswechsel über Deutschland hinweggefegt war, hat weniger Schäden im Wald angerichtet, als zunächst befürchtet. Allerdings sind die Schäden regional nicht unerheblich, wie eine erste Bilanz zeigt.
Nach bisheriger Kenntnis sind allein in Rheinland-Pfalz rund 1,7 Millionen Festmeter Holz zu Boden gegangen, wie Ministerin Margit Conrad im Kabinett berichtete. Die Schäden konzentrieren sich insbesondere auf Eifel und Hunsrück, aber auch der Westerwald und die Umgebung von Trier sind betroffen. Die Pfalz blieb dagegen weitgehend verschont. Rund 90 Prozent des geworfenen Holzes entfallen auf die Fichte. Die Menge entspricht etwa dem geplanten Holzeinschlag des Jahres (rund 1,5 Millionen Festmeter). Der reguläre Einschlag von Fichtenholz im Staatswald unterbleibt daher bis auf weiteres zugunsten der Aufarbeitung des Sturmholzes.
In Thüringen sind bis zu 100.000 Festmeter Holz dem Sturm zum Opfer gefallen. Auf den Hochlagen des Thüringer Waldes und der Rhön erreichte der Wind Geschwindigkeiten von über 120 km/h. Der Schaden entspricht etwa zehn Prozent eines Jahreseinschlages im Staatswald.
Baden-Württemberg kam mit verhältnismäßig geringen Schäden im Wald glimpflich davon. Insgesamt sind in den am stärksten betroffenen Regionen im Nordschwarzwald und im Großraum Stuttgart nach ersten Schätzungen deutlich weniger als 100.000 Kubikmeter Sturmholz angefallen. Dies entspricht weniger als einem Prozent des jährlichen Holzeinschlages', sagte der neue baden-württembergische Landwirtschaftsminister, Rudolf Köberle.
Nach den ersten verlässlichen Hochrechnungen in den Forstämtern der Niedersächsischen Landesforsten beläuft sich der verursachte Schaden sogar auf deutlich unter 70.000 Kubikmeter Windwurfholz. Die als Einzel- und zum Teil als Nesterwürfe aufgetretenen Schäden konzentrieren sich vor allem auf die Region Südniedersachsen. In den Landeswäldern im Flachland sind keine nennenswerten Schäden aufgetreten. BHA

 



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